Archiv für März 2005

Suchmaschineneintrag – Mythen und Märchen

Sonntag, 20. März 2005

“Herr Musiolek, seit gut einem Jahr haben wir jetzt diese Seite im Internet. Da uns das Gefundenwerden sehr wichtig ist haben wir einen Suchmaschineneintragsdienst beauftragt, uns zu helfen. Das Ergebnis ist deprimierend …”

Hake ich an dieser Stelle nach, bekomme ich von meinem Gesprächspartner an dieser Stelle oft beeindruckende Listen vorgelegt: Hunderte Einträge in Suchmaschinen und als besonderes Bonbon in hunderten Linklisten.

Jedes Mal, wenn mir jemand erzählt, dass für Submit URL Geld ausgegeben wurde, denke ich: Hätte er/sie sich doch von dem Geld etwas anderes Schönes oder Sinnvolles geleistet!

Doch auch Google erzeugt bei Webmastern die Illusion, mit einem Klick auf URL hinzufügen wäre man in der wunderbaren Welt der Suchmaschinen angekommen.

Google-submit-url

Sorgen Sie für einen oder mehrere min. PageRank5-Links für die neue Seite und spätestens innerhalb 48 Stunden wird die Seite im Google-Index sein!

Einen einfacheren und sichereren Weg, für die Aufnahme einer neuen Seite in den Index einer Suchmaschine zu sorgen, gibt es nicht. Das gilt auch für andere Suchmaschinen wie MSN oder Yahoo, nur dass deren Aufnahmegeschwindigkeit (noch?) nicht mit der von Google zu vergleichen ist. Darüber hinaus ist mit diesen Links ein Anfang für die Entwicklung der eigenen Linkpopularität gemacht.

PS: Die Frage, warum man sich in hunderte Suchmaschinen eintragen soll, deren Marktanteil zusammen unter 10 Prozent liegt, kann vermutlich auch kein Anbieter bezahlter Suchmaschineneinträge beantworten. Der automatische Eintrag in hunderte Linklisten und Webkataloge kann im günstigsten Fall wirkungslos sein. Ungünstiger ist es, als Spammer eingestuft zu werden oder Opfer von URL Hijacking zu werden.

Wie Ihre Kunden mit Suchmaschinen suchen

Donnerstag, 17. März 2005

Wie suchen Ihre Kunden mit Suchmaschinen?

Eye Tracking heisst das Zauberwort, mit dem uns (wieder einmal) vor Augen geführt wird, dass auch der suchende Mensch ein Gewohnheitstier ist.

Was Fachleute schon immer wussten, wurde auf Google bestätigt: Es gibt es, das “goldene Dreieck”.
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google-dreieck
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Für die Suchergebnisse wurden folgende Sichtbarkeitswerte ermittelt:

* Rank 1 – 100%
* Rank 2 – 100%
* Rank 3 – 100%
* Rank 4 – 85%
* Rank 5 – 60%
* Rank 6 – 50%
* Rank 7 – 50%
* Rank 8 – 30%
* Rank 9 – 30%
* Rank 10 – 20%

Die ersten drei Ergebnisse wurden also von allen Versuchspersonen wahrgenommen, wogegen nur jeder fünfte Benutzer den zehnten Platz auch nur beachtete.

Diese kleine Studie (50 Versuchspersonen) ist problematisch für die Verantwortlichen jeglicher bezahlter Werbung in Suchmaschinen (wenn sie rechts platziert ist).

Denn ein erster Platz bei den Adwords ist von der Visibility in etwa gleichwertig mit einem siebten Platz in den normalen Suchergebnissen. Bereits der fünfte Platz bei den Adwords dagegen wird nur noch von jedem zehnten Suchenden wahrgenommen.