Archiv für Januar 2005

Wie unsere Kunden Suchmaschinen nutzen

Montag, 24. Januar 2005

Selbstsicher, zufrieden und naiv (im Original ahnungslos)

So hart fällt das Urteil über unsere Kunden, die Nutzer von Suchmaschinen, auf Searchenginewatch aus:

2200 erwachsene Amerikaner wurden mit interessanten Ergebnissen zu Ihrem Suchmaschinen-Nutzungsverhalten, Ihrer Meinung zu Suchmaschinen, befragt:

84% der Befragten haben Suchmaschinen benutzt (entspricht 108 Millionen US-Bürgern). Somit sind Suchmaschinen der zweit-populärste Online-Dienst hinter email.

92% der Suchmaschinen-Nutzer sind hinsichtlich ihrer Such-Fähigkeiten zufrieden, 52% sind sogar “sehr überzeugt” von den eigenen Fähigkeiten.

35% der Befragten, also über ein Drittel, benutzt eine Suchmaschine mindestens einmal täglich.

Die Tatsache, dass auf einfache Suchanfrage i.d.R. treffende Ergebnisse geliefert werden, veranlasst 68% der Nutzer, Suchmaschinen generell als vertrauenswürdiges Inforamtionsmedium einzustufen.

Männliche Nutzer schätzen Ihre Fähigkeiten zur Nutzung von Suchmaschinen generell höher ein als Frauen, obwohl Ihre Sucherfolge auf dem gleichen Niveau liegen. Hatte irgend jemand etwas Anderes erwartet?

Dass zwei Drittel den Unterschied zwischen bezahlten und unbezahlten Suchergebnissen nicht kennen, lässt für die Werbeindustrie zwar hoffen; ich denke jedoch, dass man differenzieren muss, wie hier schon geschrieben.

Hier der vollständige Report als PDF und zwei weiter führende Artikel auf Heise.de: Ticker Telepolis-Artikel

Link-Spam ausgehebelt?

Samstag, 22. Januar 2005

Mit so selten gesehener Einigkeit haben Google, MSN und Yahoo ein neues Link-Attribut etabliert:

rel=”nofollow”

Auf Googleblog heisst es dazu:

From now on, when Google sees the attribute (rel=”nofollow”) on hyperlinks, those links won’t get any credit when we rank websites in our search results. This isn’t a negative vote for the site where the comment was posted; it’s just a way to make sure that spammers get no benefit from abusing public areas like blog comments, trackbacks, and referrer lists.

Hintergrund sind die Bemühungen findiger Webmaster um Linkpopularität für von Ihnen betreute Seiten. Diese haben zu Erscheinungen geführt, die als Gästebuchspam oder z.B. Forenspam bekannt wurden. In jüngster Zeit kamen Spameinträge in Weblogs hinzu.

Das neue Attribut führt nun dazu, dass der Link von der Suchmaschine zwar weiter verfolgt wird (die Seite wird “gefunden”), jedoch beim Ranking der Zielseite nicht berücksichtigt wird. Insofern ist der Tag etwas missverständlich und in vielen Quellen wird dieses Missverständnis weiter verbreitet.

Kann man, ohne den Quelltext zu inspizieren, herausfinden, ob ein Link spamprotected ist oder nicht?

Benutzer des alternativen Browsers Firefox klicken einfach mit der rechten Maustaste auf den Link und lassen sich die Eigenschaften anzeigen.
Im folgenden Popup nofollow

ist das Attribut leicht zu identifizieren.

Spannend ist die Frage, wo nofollow in Zukunft, ausser in Gästebüchern etc., eingesetzt werden wird. Linktausch ist eine gängige Methode, die eigenen Seiten publik zu machen. Werden Linktauschpartner dazu übergehen, sich gegenseitig um PageRank zu “betrügen”?

Bisher war es normal, von Zeit Zu Zeit zu kontrollieren, ob einmal gesetzte Links noch vorhanden sind. Jetzt kommt vermutlich zusätzliche Arbeit hinzu.

In diesem Zusammenhang fand ich folgenden im Abakus-Forum geäusserten Gedanken nachvollziehbar:

Falls es noch niemandem klar geworden sein sollte. Dies zu publizieren ist das Beste was google passieren konnte. Die Leute werden sich alle gegenseitig abschießen und dann war es das mit der Linkpopularit�t. Ganz weit vorne weg schreiten die SEOs den Weg entlang.
Statt auf Technik setzt Google diesmal auf den Faktor Mensch, sprich den Egoismus, den Neid und die Habgier und wird wohl damit den größten Erfolg im Kampf gegen gepuschte Links haben.

Es wird zumindest darüber nachgedacht werden, auf PageRank-schwachen Seiten Links, die man seinen Benutzern zeigen möchte, der Partnerwebmaster auf Linkanfragen jedoch nicht oder negativ reagierte, so zeitweise vor PageRank-Abfluss zu schützen.

Zumindest hat auch der Gedanke einen gewissen Charme, Links zu Quellen, die (warum auch immer) nicht zurücklinken, auf diese Weise für den Besucher weiterhin nutzbar zu lassen, ihn jedoch von der PageRank-Weitergabe auszuschliessen.

Google und Bildverwaltung auf dem PC?

Mittwoch, 19. Januar 2005

Was hat ein Suchmaschinen-Betreiber mit Bildverwaltungssoftware zu tun?

Bereits im Juli 2004 ging die Meldung durch die Ticker, dass Google Know-how für das Management und die Verwaltung von Digitalfotos kauft, die Firma Picasa übernommen hat.

Nur Tage später stand die bisher kostenpflichtige Software jederman und kostenlos zur Verf�gung.

Jetzt wurde Version 2 zum kostenlosen Download freigegeben. Vor allem die Funktionen der Bildbearbeitung wurden erweitert und ermöglichen Anfängern die erfolgreiche Nachbearbeitung ihrer Bilder.

Picasa is software that helps you instantly find, edit and share all the pictures on your PC. Every time you open Picasa, it automatically locates all your pictures (even ones you forgot you had) and sorts them into visual albums organized by date with folder names you know. You can drag and drop to arrange your albums and make labels to create new groups. Picasa makes sure your pictures are always organized.

Picasa also makes advanced editing simple by putting one-click fixes and powerful effects at your fingertips. And Picasa makes it a snap to share your pictures � you can email, print at home, make gift CDs, instantly share via Hello�, and even put pictures on your own blog.